Einsatz - 16.04.2009

Brandstiftung in Graming

Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro ist bei einem Brand in Graming entstanden, der ein altes, unbewohntes Bauernhaus in Schutt und Asche gelegt hat. Warum das Feuer ausgebrochen ist, steht bereits fest: Wie schon in der Brandnacht wegen des Fehlens von Strom, Gas, technischer Geräte und anderer Gegenstände, die von selbst in Flammen aufgehen können, vermutet worden war, ist es gelegt worden. Dies bestätigten ermittelnde Sachverständige des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein an Ort und Stelle. Nicht geklärt ist hingegen, ob es sich um fahrlässige oder aber um vorsätzliche Brandstiftung gehandelt hat.
Ein Nachbar wurde gegen 1.15 Uhr von Feuerschein und Brandgeräuschen aus dem Schlaf gerissen und verständigte per Notruf umgehend die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd. Die Feuerwehren Altötting, Raitenhart und Kastl waren mit insgesamt über 70 Mann an dem Einsatz beteiligt.
Als die Feuerwehren eintrafen, hatten sich die Flammen bereits vom ersten Stock durch die Decke gefressen und den Dachstuhl erfasst, das Haus stand lichterloh in Flammen. Eineinhalb Stunden später war der Brand unter Kontrolle,. Das alte Anwesen samt dem benachbarten Stadel wurde jedoch derart stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es wohl abgerissen werden muss. Das Hauptaugenmerk galt, das Übergreifen des Brandes auf ein benachbartes neueres Gebäude, sowie auf den angrenzenden Wald. Bis 5 Uhr war man noch mit Nachlöscharheiten beschäftigt.
Das Bauernhaus steht seit einigen Jahren leer. So kam es auch zu keinem Personenschaden. Der Rettungsdienst des BRK, der vor sorglich gerufen worden war, brauchte nicht einzugreifen.

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